the hidden church

Ein kleines Schloss mit einer bewegten Geschichte war dies einstmals gewesen. Die Innenräume und das Treppenhaus sind allerdings derart entkernt worden, dass man davon heute nichts mehr erkennt.
Was allerdings überlebt hat - und es mutet in dieser Umgebung schon fast surreal an, ist der große Kirchenraum, in dem man neben Wandmalereien auch imposante und völlig intakte Buntglasfenster, Bänke und einen Altar vorfindet, fast so, als ob man in die Vergangenheit eintaucht und der Ort gerade erst verlassen wurde.
Die Wurzeln dieses Ortes reichen zurück bis ins 13. Jahrhundert, wo hier einmal eine steinerne Burg gestanden haben soll.
Im 15. Jahrhundert wurde die Burg umgestaltet und diente nicht länger dem Zweck der Verteidigung, sondern dem eines herrschaftlichen Wohnsitzes. Im 19. Jahrhundert wurde das Schlösschen aufgegeben und etwas später hielt eine Brauerei hier Einzug, die knapp drei Jahrzehnte Bestand hatte.
Auch eine psychiatrische Anstalt unter katholischer Leitung war hier einst beheimatet. Ihr wird vermutlich die Einrichtung dieses Kirchenraumes zuzuschreiben sein. Im zweiten Weltkrieg wurde der Ort leider auch zum Schauplatz für Kriegsverbrechen, viele der Anstalts-Insassen endeten in Gaskammern und nur dem großen Mut und Engagement des örtlichen Priesters ist es zu verdanken, dass man 1945 mehrere hundert Patienten ins benachbarte Ausland in Sicherheit bringen konnte.
Nach dem Krieg wurde der Psychiatriebetrieb weiter aufgenommen und bis in die 80er Jahre des 20. Jahrhunderts aufrecht erhalten. Seitdem steht das Gebäude leer und verfällt.